Susanne Oelerich

Dies beruflich zu machen, da habe ich zunächst gar nicht dran gedacht.

Beruflich begonnen habe ich ganz klassisch mit einer Banklehre und in dem Bereich auch mehrere Jahre gearbeitet. Da mein Herz ja auch für das Kreative schlägt, wollte ich diesen analytischen Bereich mit dem Kreativen verbinden und habe dazu Medientechnik studiert, meinen Dipl.-Ing. gemacht und viel über Gestaltung in Wort und Bild gelernt, z.B. wie aus einer Idee ein fertiger Film wird. Das ist wunderbar! Auch heute bin ich noch journalistisch tätig, unter anderem ehrenamtlich für unser Stadtfernsehen „Blickpunkt Ingelheim“.

Man kann so eine Ausbildung nicht absolvieren, ohne sich selbst, sein Umfeld, oder seinen eigenen Lebenslauf zu analysieren: „Wo sehe ich Muster und wo erkenne ich Themen?“. Es braucht den Mut, bei sich genau hinzuschauen und etwas zu verändern. Es ist einfach wunderbar: Man kann einen Schritt weiter gehen – und anderen zeigen, wie. Das „wie“ ist eine Tür. Diese Tür zeige ich meinen Klienten gerne. Und ich begleite sie da hindurch.

Meine Vision ist es, umfangreiche Projekte zusammen mit den entsprechenden Architekten mitgestalten zu können, z. B. bei Wohnprojekten, wo mehrere Generationen miteinander leben – von der Bauplatzfindung und Grundrissplanung über die Außengestaltung bis zur Innenraumgestaltung… Wo das Ziel ist, etwas wie eine Dorfstruktur zu erschaffen. Denn das ist ja oft etwas, wonach sich die Menschen sehnen: auch einen äußeren Anker zu haben, einen Mittelpunkt, wo das Gefühl entsteht, dass man angekommen ist, wo man sich geborgen fühlt und aufblühen kann.

Männer haben manchmal eine anfängliche Skepsis. Doch ich habe festgestellt, dass diese oft ganz schnell weicht, sobald sie erkennen, welches solide Handwerkszeug ich nutze. Sie sagen dann oft viel schneller als die Frau: „Natürlich setzen wir das um!“.

Ich schaue in meinen Analysen: Was passt zu den Menschen und zu dem Raum und wie bringe ich beides einfühlsam und pragmatisch in Einklang. Denn: Die beste Feng-Shui-Idee kann nur funktionieren, wenn sie sinnvoll angewendet wird.

Wenn Paare zu mir kommen, ist es mir immer wichtig, beide kennenzulernen und beide einzubeziehen, so kann ich Brücken bauen und Impulse zur Umsetzung und zur Weiterentwicklung geben, um gemeinsam etwas Wertvolles zu erschaffen.

Manchmal werde ich auch gefragt, ob man an Feng Shui glauben muss. Klare Antwort: Nein! Nur offen dafür sein. Zum Beispiel hat sich durch Umgestaltungen im Geschäftsbereich der Erfolg gesteigert. Eltern haben mir das Feedback gegeben, dass durch eine für das Kind genau passende Umgestaltung des Kinderzimmers das Kind deutlich gesünder, ruhiger und kräftiger geworden ist. Ich wünsche mir, dass dort, wo sich viele Kinder oder Menschen längere Zeit aufhalten Feng Shui noch mehr genutzt wird und so einen guten Mehrwert zum Leben und Arbeiten bietet.

(Anmerk. der Redaktion: Dieses Interview wurde im Vorgängerprojekt im Rahmen von PROF³I durchgeführt und ist auf der Facebook-Gruppen-Seite von ZAQ in 2017 veröffentlicht worden.
Fotorechte liegen bei PROF³I.)

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