Ich wurde vor 53 Jahren in Duisburg geboren, bin aber schon als Kind mehrere Male umgezogen – vielleicht meine ersten eigenen „Change“-Erfahrungen.

Als Sohn eines Arztes und einer Krankengymnastin dachte ich zuerst daran, Medizin zu studieren. Allerdings wurde mir schon zu Beginn des ersten Semesters klar, dass das Medizin-Studium nichts für mich ist. Meine Interessen galten eher den Geisteswissenschaften. So schnupperte ich zwischenzeitlich in Theologie-Vorlesungen rein, was auch nicht weiter verwunderlich ist, da es in meiner Familie Generationen evangelischer Pfarrer gab. Einer meiner Onkel hatte damals eine evangelische Akademie geleitet, und nicht zuletzt nach einem intensiven und inspirierenden Gespräch mit ihm entschloss ich mich zum Studium der Evangelischen Theologie in Bonn.

Auch die Kommunikation zieht sich wie ein roter Faden durch mein Berufsleben, schon im Studium habe ich mich für Journalismus interessiert. In diesem Bereich lagen dann auch meine ersten Jobs. 2001 folgte ich meiner heutigen Frau nach Mainz, wo ich zunächst als freier Mitarbeiter in der Unternehmenskommunikation tätig war; gleichzeitig fing ich an, als selbständiger Kommunikationsberater Fuß zu fassen. Doch weil ich merkte, dass mir neben der Medien-Kommunikation der direkte Austausch mit den Menschen noch mehr Spaß macht, ließ ich mich in diesen Jahren zusätzlich als systemischer Organisationsberater zur Gestaltung von Veränderungsprozessen ausbilden.”

“Was ich seitdem merke: Ich kann zunehmend auf mein Wissen und meine Erfahrungen als evangelischer Theologe zurückgreifen. Eigentlich stecken ja alle großen religiösen Überlieferungen voller Veränderungsgeschichten. Neben dem wissenschaftlichen Studium ist v. a. der praktische Teil – das Vikariat als „Pfarrer-Ausbildung“ – eine sehr wertvolle Grundlage für meine heutige Arbeit. Deshalb nenne ich mich mittlerweile – mit einem Augenzwinkern – „Business-Seelsorger“. Ich sehe den Menschen ganzheitlich, möchte, wenn man so will, seine Seele berühren. Was mich im Vergleich zu anderen Beratern ausmacht, die spirituell „unterwegs“ sind: Ich stelle das nicht in den Vordergrund, sondern orientiere mich am Business-Kontext; die „grundsätzlichen“ Themen ergeben sich dann oftmals von selbst. Meine Zielgruppe sind Menschen und Organisationen, die Veränderung suchen und gleichzeitig wissen, dass das oft nicht leicht ist.

2006 wurde unser Sohn geboren, um den ich mich in den ersten drei Jahren intensiv gekümmert habe. Die ersten Jahre in „Vollzeit“ mit meinem Sohn waren eine schöne und prägende (und ja, auch anstrengende) Zeit.

Am Ende dieser Elternzeit baute ich langsam meine selbständige Tätigkeit als Berater, Coach und Trainer auf – alles in einer Teilzeitstruktur unter dem großen Dach „Veränderungen“.

Was ich meinem Sohn mitgebe? Das Vertrauen darauf, dass das Leben es gut mit ihm meint. Und er soll Selbstwirksamkeit erleben. Ich versuche ihm immer Tipps zu geben und ihn zu unterstützen. Wenn er beispielsweise mal Schwierigkeiten in der Schule hat, sage ich zu ihm: „Ich glaube daran, dass du das kannst.“ Und dann schauen wir gemeinsam, was er braucht, damit es besser klappt.”

 

“Für mich waren von klein auf „Retter“ und „Helden“ prägend. Superhelden, wie beispielsweise James Bond, waren früher meine Vorbilder. Wegen ihrer Unverletzlichkeit. Ich selbst wollte eine Zeit lang, wie viele kleine Jungs, Fußballprofi werden – auch wieder ein Held.

Irgendwann später habe ich dann aber gemerkt: Es geht nicht darum, der Held zu sein. Sondern darum, seine Stärke in der Schwäche zu finden. Auch wenn das nicht immer einfach ist: Unterm Strich ist dies ein befreiender Prozess, der uns Menschen voranbringt. Was mich glücklich macht: wenn ich meine Kunden dabei unterstützen kann, in Zeiten des Wandels solche Erfahrungen zu machen, neue Perspektiven zu gewinnen und sich dadurch persönlich oder mit ihrem Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln.”

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